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Kaum ein Ort hat einen so mysteriösen Ruf wie das Bermudadreieck. Zahlreiche Schiffe und Flugzeuge sind dort verschwunden, ohne auch nur die geringste Spur zu hinterlassen. Nur wohin? Airtight Games hat um dieses Szenario das Actionspiel Dark Void gestrickt. Ein Titel mit wortwörtlich vielen Höhen und Tiefen. Flugzeugabsturz die eintausenundelfzigste1938 - kurz vor dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs. Der Protagonist Will Grey ist Frachtpilot und angesichts wirtschaftlich schlechter Zeiten froh, als er endlich einen Auftrag an Land zieht. Dumm nur das seine Ex-Freundin Eva, die er quasi über Nacht verlassen hat, ebenfalls mitfliegen soll, um den reibungslosen Transport sicherzustellen. Die Flugroute führt wegen der gespannten politischen Lage über das Bermudadreieck. Nun, Bermudadreieck und Flugzeug sind ja bekanntlich eine schlechte Kombination und so kommt es wie es kommen muss. Nach einem beinahe-Zusammenstoß mit einer fliegenden Untertasse stürzt das Flugzeug über besagtem Gebiet ab. Als die beiden wieder zu sich kommen, finden sie sich in der Paralleldimension „Dark Void“ wieder. Diese stellt sich als dichter Urwald dar, durchzogen von Maya-ähnlichen Ruinen und kilometertiefen Schluchten. Schon nach kurzer Zeit stoßen die beiden auf schießwütige Roboter, die Will zunächst für Geheimwaffen der Faschisten hält. Zum Glück findet das Heldenduo schon bald ein paar Maschinengewehre mit denen den Blecheimern Paroli geboten wird. Im weiteren Spielverlauf finden sich noch andere Wummen wie Laserstrahler und Plasmakanonen, die sich mit Technikpunkten in drei Stufen aufrüsten lassen. Letztere hinterlassen die Gegner nach ihrem Ableben oder können an versteckten Stellen gefunden werden.Gears of UnchartedDark Void ist in erster Linie ein 3rd-Person-Shooter und spielt sich wie eine Mischung aus Uncharted und Epics indiziertem Referenztitel. Im Grunde läuft es stets darauf hinaus, dass man sich zum Ende der linearen Levels durchschlagen und unterwegs zahlreiche Blechkameraden wegpusten muss. Dazu geht man mittels Tastendruck hinter einem Hindernis in Deckung und erwidert in passenden Momenten das Feuer. Das Problem hierbei ist, dass die Fights mit den Blecheimern einfach keine Spannung aufkommen lassen. Zwar gehen die Gegner in Deckung und ballern fleißig aus allen Rohren, kommen aber nie auf die Idee den Spieler mit Flankenmanövern oder Granaten in Bedrängnis zu bringen. Da Will auch durchaus einige Treffer aushält und die Lebensenergie von selbst regeneriert, kann man die passiv agierenden Gegner ganz entspannt ausknipsen. Wenn man stirbt, dann eher weil man mal wieder in eine der bodenlosen Schluchten gefallen ist. Von einem gewissen Nikola Tesla bekommt man nach einer knappen Stunde Spielzeit ein Jetpack in die Hand gedrückt, welches Anfangs nur größere Sprünge und das sanfte herabschweben erlaubt. Immerhin hat man nun die Fähigkeit sich an steilen Wänden und Abgründen hochzuarbeiten, indem man quasi von einem Vorsprung zum nächsten düst. Natürlich tauchen auch hier regelmäßig Alienrobos auf, die Will dann von höhergelegenen Ebenen mit Lasersalven eindecken. Zum Glück ist Will sehr akrobatisch und kann auch mit seiner Waffe das Feuer erwidern, während er sich mit der anderen Hand an der Kante festhält. Nach kurzer Zeit wird aber auch hier klar, dass die Entwickler im Grunde nur das bisherige Gameplay um 90° gedreht haben. Richtig interessant wird es mit dem Jetpack erst, wenn man den neuen Prototypen bekommt, der in puncto Bewegungsfreiheit keine Wünsche offen lässt. Ab diesem Zeitpunkt liefert man sich Luftschlachten mit den Untertassen der Aliens (die man mittels Quicktime-Event auch kapern kann) oder nimmt von oben die Alienstellungen unter Beschuss. Schade nur, dass auch den Luftkämpfen bald die Puste ausgeht: die Areale wirken zwar weitläufig, aber unsichtbare Mauern beweisen, dass der Schein trügt. Das Kapern der Untertassen macht auch nicht allzulange Spaß, da diese Prozedur immer gleich abläuft. BruchlandungAuch wenn das Gameplay zumindest anfangs für Laune sorgt, an anderer Stelle verschenkt das Spiel geradezu schmerzhaft sein Potenzial. Die Charaktere z.B. sind eher blass. Zwar entwickelt sich im Verlauf eine zaghafte Lovestory, aber die wirkt einfach zu klischeehaft als dass sie einen wirklich mitreißen würde. Den größten Fauxpas leisten sich die Entwickler jedoch bei der Story, da die Hintergründe in Textform in den Ladepausen gespoilert werden. So weiß man schon nach dem ersten Level ziemlich genau, wer die Bösewichte sind und was sie vorhaben und das Spiel entmystifiziert sich gekonnt selbst.Technisch ist Dark Void solide. Einerseits sehen die Landschaften beeindruckend aus, anderseits wirken sie aber auch meist statisch und leblos. Dazu kommt, dass das Spiel hier und da ruckelt, was sich aber noch in Grenzen hält. Auch fällt unschön auf, dass sich Büsche wie in den Anfängen der 3D-Grafik mit der Kamera mitdrehen, so als würden sie sich stets aus dem besten Winkel präsentieren wollen. | ||||||||||||||||||||||
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