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Test: Guitar Hero: Van Halen
Die Cashcow wird weiter gemolken und zwar bis der Euter restlos leer ist.
Wie viele Hero-Teile braucht die Welt? Das war die erste Frage, die ich mir gestellt habe, als zum ersten Mal Guitar Hero: Van Halen angekündigt wurde. Ursprünglich war die Veröffentlichung für Sommer 2009 geplant. Um Konflikten mit GH: Metallica, Guitar Hero 5 , GH: Greatest Hits, Band Hero und DJ Hero aus dem Weg zu gehen, entschloss man sich das Spiel später an den Mann zu bringen. In den Staaten kam der Musiktitel noch im Dezember 09, ein Release in Deutschland stand sogar kurz auf der Kippe. Nun ja, es ist trotzdem erschienen, zum Vollpreis und auf dem Stand vom letzten Sommer. Was das heißt, werdet ihr im folgenden Test erfahren.Stars der 80erDie Band Van Halen hatte ihre Glanzzeit am Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre. Die Kombo, aktuell bestehend aus den Brüdern Edward alias Eddie (Gitarre) und Alex Van Halen (Drums), Sohnemann Wolfgang (Bass) und David Lee Roth (Gesang), kreierte zu der Zeit absolute Kultsongs wie „You Really Got Me“, „Ain't Talkin' Bout Love“ oder „Jump“, den wohl bekanntesten Hit, der zu den 500 einflussreichsten Songs in der Rock and Roll Hall of Fame gehört. 1985 wechselte die Kapelle den Sänger und dort endet auch GH Van Halen. Die Zeit mit Barde Sammy Hagar, mit dem die Truppe in den Staaten weiterhin großen Erfolg hatte, wird außen vor gelassen.So kommt man auch nur auf magere 25 Songs seitens der titelgebenden Band. Okay, beim Metallica-Pedant waren es ebenfalls lediglich 28 Lieder, allerdings mit einer durchschnittlichen Laufzeit von sechs bis sieben Minuten. Weiterhin gesellen sich 19 Songs anderer Interpreten auf den Silberling, darunter beispielsweise Blink 182 (First Date), Queen (I want it all) oder The Offspring (Pretty Fly for a white guy). Vom Umfang her ist der Titel also schmal und das zu einem Vollpreis, was ich eine ziemliche Frechheit finde. Zum Ärgernis lassen sich noch nicht mal Songs aus aktuelleren Ablegern importieren, was wieder auf das eigentliche Veröffentlichungsdatum hinweist. Doch das ist nicht das einzige Feature, das man vermisst. Keine Party mit Van HalenDer offizielle fünfte Ableger der Serie punktete mit dem Party-Modus, der nochmal Leben ins ausgelutschte Genre hauchte. Man legte einfach die Scheibe ins Laufwerk und konnte quasi sofort loslegen. Dieser Spaßmacher fehlt in Van Halen. Gleiches gilt für rockende Avatare und motivierende Herausforderungen.Das Hauptaugenmerk liegt also beim klassischen Karrieremodus. Hier spielt man den Werdegang der Band nach und das sehr lieblos. Es gibt keine coolen Zwischensequenzen wie bei Metallica. Stattdessen klappert man einfach nur die großen Bühnen ab, auf denen die Jungs gespielt haben. Battles aus dem dritten Teil gibt es auch nicht. So spielt man Song für Song und sammelt Sterne, damit man weitere Lieder spielen darf. Das kennt man härterWährend des Zupfen der Plastikklampfe fällt auf, dass der Schwierigkeitsgrad im Vergleich deutlich niedriger ausfällt als gewohnt. Geübte Virtuosen empfehle ich daher gleich auf „Schwer“ zu spielen. Grund dafür sind auch die teils sehr simpel umgesetzten Songs, was besonders für das Schlagzeug gilt. Im Metallica-Ableger kam man immer regelmäßig ins Schwitzen, was hier eher selten der Fall ist.Bis auf die Van Halen Mitglieder wollte sich dieses Mal kein prominenter Rockstar per Motion-Capturing virtuell einfangen lassen. Die Kameraden der Band sind gut integriert worden, machen aber immer wieder dieselben Posen. Ich weiß ja nicht, wie oft Sänger David Lee Roth live seinen Spagatsprung performt, jedoch sicherlich nicht pro Song dreimal oder mehr. Optisch kracht und rummst es an nicht allzu vielen Ecken. Das gab es in den Vorgängern alles schon mal besser. Am Sound gab es in der Serie selten was zu meckern, nur dieses Mal hört man teils große Qualitätsunterschiede. Als Hörprobe sollte man sich mal „Come to life“ von Alter Bridge oder „Master Exploder“ von Tenacious D zu Gemüte führen, das dank Zensur übrigens verstümmelt ist. Böse Wörter fehlen einfach. |
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