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Test: Greed Corp
Wir swingen in den Weltuntergang - spaßige Rundenstrategie mit dynamischer SpielweltWir Spieler wissen spätestens seit Fallout , dass Konflikte um Ressourcen in den Abgrund führen. Beim Runden-Strategiespiel Greed Corp ist dies sogar wörtlich zu nehmen...Am AbgrundBis zu vier Fraktionen kämpfen auf einer aus dreidimensionalen Hexfeldern bestehenden Karte um die letzten Ressourcen einer sterbenden Welt. Der Clou an der Sache ist die dynamische Spielwelt. Die Hexfelder haben verschiedene Höhen und rutschen allmählich abwärts bis sie schließlich ganz zusammenbrechen. Dies liegt – wer hätte es nicht geahnt – im Ressourcenabbau begründet.Warum nutzen die Fraktionen dann nicht einfach ihren Verstand und setzen auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit, um ihre Welt zu retten? Weil das erstens nicht einmal in der Realität klappt und zweitens die Spieler dann nicht den Spaß hätten, der sich aus der dynamischen Spielwelt ergibt. RaubbauIn Greed Corp gibt es nur ein Ziel: Überleben! Um das zu erreichen und die Gegner vor uns in den Abgrund zu schubsen, steht zunächst die Geldbeschaffung auf dem Programm. Hierfür gibt es verschiedene Einnahmequellen: Hexfelder, die sich in unserem Besitz befinden, das Vermögen zerstörter Feinde sowie der Abbau von Ressourcen. Letzteres geschieht ganz simpel, indem wir einen Buddler kaufen und ihn auf einem beliebigen Feld, welches sich in unserem Besitz befindet, platzieren. Hierbei ist geschicktes Vorgehen notwendig. Denn in jeder Runde bringt der Buddler zwar Einnahmen, ist aber auch dafür verantwortlich, dass das entsprechende Hexfeld sowie die angrenzenden Felder an Höhe verlieren und nach einigen Runden in den Abgrund stürzen.Geld allein macht nicht glücklichUnsere Einnahmen können wir in verschiedene Einheiten und Gebäude investieren. In der Waffenfabrik ist es möglich, Schreiter zu produzieren. Hierbei handelt es sich um Truppen, mit denen wir neutrale und gegnerische Felder (samt Gebäuden und deren Funktion) in unseren Besitz bringen. Treffen zwei Schreiter-Armeen aufeinander, gewinnt immer diejenige, welche über die größere Anzahl verfügt. Das Gelände oder andere taktischen Komponenten spielen keine Rolle. In jeder Waffenfabrik ist die Produktion auf 16 Schreiter limitiert. Doch wo platzieren wir eine zweite Waffenfabrik, wenn die Spielwelt allmählich zusammenschrumpft? Minutenlanges Grübeln ist nicht möglich, da es ein Zeitlimit von 60 Sekunden pro Runde gibt. Dieses Zeitlimit ist ein gut durchdachtes Spielelement, weil es noch mehr Dynamik entwickelt.Eine andere Einheit, die für viel Heiterkeit beim virtuellen Weltuntergang sorgt, ist die Kanone. Sie kann bis zu fünf Hexfelder weit schießen, dezimiert gegnerische Schreiter-Armeen (jeweils 5 Einheiten) und senkt Hexfelder um einen Level ab. Allerdings gibt es die Kanone nicht zum Discountpreis. Zudem muss Munition (jeweils ein Schuss) extra gekauft werden. TaktikvielfaltEine weitere Einheit gewinnt zumeist gegen Spielende an Wichtigkeit, wenn etliche Hexfelder weggebrochen sind und die Felder einer feindlichen Fraktion nur noch aus der Luft erreicht werden können. Hier kommt dann der Lufttransporter ins Spiel, der unsere Streiter auf ein beliebiges Hexfeld bewegen kann. Dies eröffnet jedoch auch schon früher taktische Möglichkeiten. Besetze ich eine Kanone des Gegners und nehme seine Waffenfabrik unter Beschuss? Oder erobere ich die gegnerischen Buddler und streiche die Einnahmen ein? Eigene Buddler lassen sich darüber hinaus auch im Feindesland absetzen. Wählen wir dann die Option Raubbau, stürzt das Hexfeld sofort in sich zusammen. Ein solcher Einsturz kann fatale Folgen haben. Benachbarte Felder, die ebenfalls auf dem niedrigsten Level angelangt sind (die Höhenangabe wird durch eine Punkteanzeige symbolisiert), stürzen mitsamt aller sich darauf befindlichen Gebäude und Einheiten in die Tiefe.SchadenfreudeBesonders glücklich macht so eine Kettenreaktion dann, wenn sie einen menschlichen Gegner in einem Online- oder Offline-Match trifft. Bis zu vier menschliche Spieler können gegeneinander antreten. Darüber hinaus wartet Greed Corp mit einer Kampagne und einer eher vernachlässigbaren Story rund um vier Fraktionen auf. Diese unterscheiden sich spielerisch jedoch nicht. Die Unterschiede zwischen den Fraktionen sind nur grafischer Natur.Die knallbunte Präsentation kann dafür überzeugen. Lediglich eine weitere Zoomstufe wäre praktisch gewesen, um die schön animierten Einheiten besser betrachten zu können. Hintergrundanimationen wie vorbei fliegende Vögel und Tag- und Nachtwechsel sorgen für optische Vielfalt. Zu der mit einem Augenzwinkern präsentierten Spielwelt passt auch die akustische Untermalung. Hier gibt es 30er-Jahre-Swing auf die Ohren. Rundum positiv sind die Soundeffekte. Wenn die Hexfelder in den Abgrund stürzen, kracht es im Wohnzimmer lautstark. |
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