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Test: Super Street Fighter IV
Wirklich alles super?
Ein Jahr ist seit der Renaissance der Prügelspiele durch Vorreiter Street Fighter 4 vergangen, der die 2D-Beat’em Ups endlich auch für die breitere Masse salonfähig machte. Nun beschert uns Capcom ein Update seines Vorzeigeprüglers, doch lohnt es sich wirklich, noch mal zuzugreifen, wenn man das Original bereits im Schrank hat?Der Teufel trägt SatinEins vorweg: Wer schon Street Fighter 4 nicht mochte oder mit dem Genre generell nichts anzufangen weiß, der kann auch getrost diesen Teil ignorieren. Alle anderen können hier weiterlesen.Auf den ersten Blick hat sich nicht viel geändert, das Intro ist zwar neu, doch im Hauptmenü treffen wir auf die üblichen Verdächtigen Spielmodi: Arcade, Versus, Online, Training oder Herausforderung. Wer sich zunächst auf den Arcademodus stürzt, wird in der Charakterauswahl feststellen, dass sich zu den bisherigen 25 Kämpfern zehn frische gesellen. Unter ihnen aus der Alpha Reihe bekannte wie Muay Thai Experte Adon oder Knastschläger Cody. Doch auch aus Street Fighter 3 haben es einige Recken in dieses Spiel geschafft: Unter anderem bekommt Boxer Balrog nun mit Dudley Konkurrenz und das Ninja-Mädchen Ibuki ist zwar süß aber äußerst angriffslustig. Doch SSF4 bietet selbst auch noch zwei völlig neue Kämpfer: Die mysteriöse Yuri beherrscht schnelle Beinwirbel und der türkische Wrestler Hakan ölt sich gerne mal ein, bevor er Gegner anpackt. Auch neu in diesem Titel ist, dass sämtliche Charaktere direkt zu Beginn auswählbar sind, womit lästiges Freispielen entfällt. Stattdessen schalten wir mit der Zeit Kostüme oder Taunts für unseren Lieblingskämpfer frei je öfter wir mit ihm spielen. Aus normal mach SuperAbgesehen von den neuen Kämpfern und Mini-Storys hat sich im Arcademodus nicht viel getan. Noch immer führt uns eine kleine Animesequenz in das Geschehen ein und noch immer stellen wir uns nacheinander verschiedenen Gegnern bevor es zum Boss geht. Lediglich die aus früheren Teilen bekannten Bonus-Stages in denen wir Autos zerschrotten oder Fässer abfangen dienen als willkommene Abwechslung.Ordentlich aufgepeppt wurden dagegen die Online-Partien. Der Challenge-Modus fiel fürs erste weg und wurde durch zwei komplett neue Modi ersetzt: Zum einen ist da der ‚Endless Battle‘ in dem wir in eine bis zu 8-köpfige Lobby einsteigen können bei der gilt „Winner stays“, die Verlierer schauen zu und warten auf eine neue Chance. Im Team-Battle schließen wir uns mit bis zu drei anderen Mitspieler auf der Welt zu einem Team zusammen und kämpfen wiederum gegen das gegnerische Team. Wer einen Kampf verliert gibt die Runde an den Teamkollegen ab, besiegen wir mit unserem Team jeden Gegner, haben wir gewonnen. Beide Modi spielen sich frisch und motivierend, der aus dem Original bekannte Challenge Mode soll übrigens im Laufe des Junis noch zusätzlich nachgereicht werden. Wer es ernster mag, kann aber auch wie bisher an Ranglistenmatches teilnehmen: Für Siege gibt es Punkte, bei Niederlagen werden welche abgezogen. Clever ist hier jedoch die Neuerung, dass es unabhängig eigene Punkte für den gespielten Charakter gibt. One vs. The WorldAbgesehen von den beiden Hauptänderungen gibt es noch kleinere aber wichtige Updates: Die Herausforderungen können nun einzeln angewählt werden, um auch Einsteiger mehr zu motivieren, dafür fielen Time Trial und Surival-Modus komplett raus. Zusätzlich erkennen wir anhand einer Länderflagge von wo unser Online-Gegner stammt. Wichtiger ist jedoch, dass jeder Charakter einen neuen Ultraangriff spendiert bekam, der sich in Ausführung und Wirkung teils erheblich von dem alten unterscheidet und so je nach Gegner viel taktischen Spielraum lässt.Abgesehen davon wurden aber nur Nuancen im Gameplay verändert. Capcom war sichtlich bemüht ihr Character-Balancing zu verfeinern und verstärkte demnach ein paar schlechtere Kämpfer wie Sakura oder Dan und schwächte zugleich sehr starke wie M.Bison oder Ken leicht ab. Die Veränderungen waren zwar gut gemeint, aber dennoch gibt es nach wie vor deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Recken. Doch immer noch gilt: Ein Kämpfer ist nur so gut/schlecht wie sein Spieler. Ergo ist es für versierte Spieler auch möglich mit vermeintlich schwachen Kämpfern zu gewinnen. Technisch hat sich wenig geändert, neu sind einige teils hübsche Stages, ein anderer Kommentator, die neuen Ultra-Animationen, ein paar mehr Farben zur Kämpferauswahl und teils neu abgemischte Hintergrundmusiken. Abgesehen davon blieb das Spiel identisch zu seinem Vorgänger. |
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