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Test: Lost Planet 2
Wieder auf Planet E.D.N III....macht es auch wieder Spaß?
Es ist also soweit. Wir kehren wir auf den unwirtlichen Planeten E.D.N. III. zurück, bekommen aber wesentlich mehr davon zu sehen, als die Schneegebiete aus Lost Planet . Wieder ein spaßiger Aufenthalt?Zurück in die VergangenheitIch muss sagen, ich staunte nicht schlecht als ich gute fünf Minuten brauchte, um ein Solospiel zu starten, denn die Menüführung von Lost Planet 2 ist, sagen wir, merkwürdig. Warum kann ich nicht „Einzelspieler“ oder „Kampagne“ auswählen und los geht’s? Nein, ich werde genötigt ein eigenes Spiel zu hosten und die Mitspieler-Plätze mit Bots auffüllen. Dann kann es aber los gehen.Eine erste hübsche, aber etwas sinnlose Einleitung und schon befinden wir uns auf E.D.N. III., allerdings zunächst doch wieder in einer kargen Schneelandschaft. Ein Tutorial fehlt, aber so komplex ist Lost Planet 2 von der Steuerung her ja nicht, also ist das zu verschmerzen. Nach wenigen Minuten taucht schon der erste ernsthaft große Akride auf und wir fühlen uns eigentlich wie im ersten Teil. Welcome to the jungleNachdem wir den ersten Einführungslevel im Spiel abgeschlossen haben, geht das Spiel dann richtig los und das Geschehen verlagert sich prompt in eine Dschungelumgebung. Alles ist recht detailliert geraten und bis auf ein paar etwas schlampige Texturen gibt es kaum etwas auszusetzen. Leider kann Lost Planet 2 dieses grafische Niveau nicht so ganz halten, denn so schön wie das Dschungel-Kapitel wird es im Rest des Spiels nicht mehr sehr oft. Später folgen dann Missionen in der Wüste, die dann doch etwas sehr karg und tot geraten sind.Negativ überrascht wurde ich, als mein Kämpfer zum ersten Mal das Zeitliche segnete. Ich erwartete einen erneuten Einstieg am Missionsanfang, da ich keinerlei Speicherpunkte entdecken konnte. Aber es kam noch schlimmer. Ich weiß nicht wie Capcom im Jahre 2010 auf so etwas kommt, aber tatsächlich speichert das Spiel nur nach abgeschlossenen Kapiteln. Da diese aber in mehrere Missionen unterteilt sind, muss man unter Umständen mehrere Missionen erneut spielen, wenn man mal ablebt. In meinem Fall kam ich in der Tat auf knappe 30 Minuten Wiederholung bereits erledigter Missionen, weil mich einmal der Tod ereilte. ...doch du bist nicht alleinZwar kann man bis zu drei KI-Kameraden mitnehmen, die einen dann im Kampf gegen die Monsterscharen unterstützen. Allerdings funktioniert das nur sehr bedingt, denn die Aktionen der Kameraden sind meist absolut dumm und unbrauchbar. Nützlich sind diese eigentlich nur, wenn sie die Angriffe der Akriden auf sich ziehen und somit einem selbst etwas Luft verschaffen. Doch auch der Feind ist nicht schlauer, so konnte ich an mehreren Stellen im Spiel feststellen, dass Gegner mich nicht wahrnehmen, obwohl ich direkt vor ihnen stand.Dazu kommt, dass ich selbst auf der leichtesten Stufe mit meinen KI-Mitstreitern an so mancher Stelle fast verzweifelt bin. Man merkt Lost Planet 2 an allen Ecken und Enden an, dass es als Coop-Spiel angelegt ist. Ohne menschliche Mitspieler ist es teilweise schlicht unfair. Doch wenn ihr das erste Mal mit bis zu vier Freunden auf große Bossgegner trefft und euch taktisch absprechen müsst, um diese zu schlagen, dann kommt schon echte Action-Freude auf. Allerdings ist ein Headset dafür Pflicht, da es sonst sehr schwer wird sich zu koordinieren. Die Onlinegefechte konnten auch überzeugen, da mit verschiedenen Modi wie Deathmatch und diversen Capture-The-Flag-Varianten neben der Coop-Kampagne genug Abwechslung zur Verfügung steht. Den Splitscreenmodus könnt ihr dafür wieder getrost in die Tonne treten. Dieser ist mit maximal zwei Spielern an einer Xbox spielbar, aber auch eher wieder unspielbar, da die Bildausschnitte jeweils nur ein Viertel des Bildschirms nutzen und der Rest mit unnötig großen Mapansichten aufgefüllt wird. Auf unserem 37“-Gerät war das schon sehr klein und die großen Gegner wirken irgendwie nicht mehr so richtig. Alles beim Alten?Die Spielmechanik ist eigentlich wie beim Vorgänger. Die Charaktere und die nur in Ansätzen vorhandene Story sind aber eher unfreiwillig komisch geraten oder zumindest sehr typisch japanisch. Wer ein Faible dafür hat mag das aber auch positiv finden. Leider fehlt eine deutsche Synchronisation, dafür gibt es aber entsprechende Untertitel für die englische Sprachausgabe. Die Soundkulisse ist etwas dünn geraten, denn die ein oder andere Explosion sieht heftiger aus als sie sich anhört. Die musikalische Untermalung ist passend wenn auch nichts besonderes.Ein weiteres Manko ist allerdings die deutlich schwächere Steuerung im Vergleich zu Teil 1. Zuweilen reagiert alles etwas träge und an anderen Stellen scheint ein genaues Zielen fast unmöglich. Besonders ärgerlich war das in den Onlinegefechten gegen menschliche Gegner, da diese Partien um einiges schneller und hektischer ablaufen und eine korrekte Steuerung da schon wichtig wäre. |
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