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Test: LEGO Harry Potter: Die Jahre 1-4
Nachtest: Macht auch der Zauberlehrling eine gute Klötzchenfigur?
Mit LEGO Harry Potter - Die Jahre 1–4 haben die Entwickler von Traveller's Tales nach Star Wars , Batman und Indiana Jones nun das Harry Potter-Universum in ein LEGO-Klötzchen Gewand gesteckt. Kann uns das verzaubern?Für Jäger und SammlerAuf den ersten Blick bleibt auch beim berühmten Zauberlehrling wieder lego-typisch alles beim Alten. Mit witzig umgesetzten Charakteren löst man Level für Level kleine Aufgaben, kämpft ab und an und versucht stets alles was nicht niet- und nagelfest ist, in die kleinstmöglichen LEGO-Bausteine zu zerlegen. Letzteres wird mit Studs belohnt, für die man sich wiederum neue der ca. 160 Charaktere oder Utensilien kaufen kann.Nebenbei wird gesammelt, gesammelt und nochmals gesammelt. Etwa Teile der Hogwarts-Hauswappen oder goldene Steine. Diese sind gleichzeitig der Eintrittspreis zu den Bonuslevels und zum gut funktionierenden Level-Editor. Auch lego-typisch: Der ganze Bonus-Krimskrams ist nicht beim ersten Durchspielen eines Levels einzuhamstern. Vielmehr lohnt sich mehrmaliges Spielen mit anderen Figuren und neuen Fähigkeiten. Dazu werden einmal durchgespielte Missionen unter Freies Spiel abgelegt. Potter in LustigIm Spiel spult man die Geschehnisse der Buch- und Filmvorlagen der ersten vier Teile ab. Die Chronologie stimmt halbwegs, die komplette Story in all ihren Details wird aber nicht erzählt. Man sollte also wenigstens die Filme kennen um alles zu verstehen, zumal die LEGO-Protagonisten wie immer nicht reden und maximal ein paar Laute von sich geben.Außerdem nimmt man sich die Freiheit, die eine oder andere Szene für mehr Witz und Komik neu zu interpretieren. So spielt beim Einschläfern des dreiköpfigen Hundes Fluffy plötzlich eine Quietscheente eine Hauptrolle oder man jagt mit Hermine und Hagrid den kleinen Hauself Dobby als er die Klatscher im Quidditch-Spiel verzaubert hat, was so nicht im Film zu sehen war. Woran man aber festgehalten hat, ist die Tatsache, das Harry & Co. in den ersten Teilen nicht viel kämpfen müssen. Hier und da gibt es mal einen Zauberspruch gegen Schlingpflanzen, bissige Bücher oder Spinnen. Erst zum Ende jeden Schuljahres wartet ein Bossgegner, der aber auch relativ einfach mit Zauberstab und entsprechendem -spruch samt Zielhilfe zu besiegen ist. Ich zeig dir meinen ZauberstabSein Alleinstellungsmerkmal zieht das Spiel eher daraus, das man jedes Objekt mit verschiedenen Zaubersprüchen bearbeiten kann und muss. Viele Rätsel oder Objekte geben erst nach mehrmaliger Zauberei ihr Geheimnis preis. Dabei hilft das Spiel, da mit entsprechend blinkenden Farben um Objekte auf die jeweiligen Zaubersprüche hingewiesen wird. Ab und an darf man auch Objekte aus Legosteinen selber zusammensetzen, was leider in Fummelei ausartet. So muss man etwa Treppen bauen um im Level weiterzukommen.Als Erstklässler beginnt Harry vollkommen magielos, lernt aber in eigens dafür eingebauten Levels mit Minispielen immer mehr Zaubersprüche hinzu. Steuerungstechnisch werden diese ganz einfach wählbar in ein Kreismenü gelegt oder man schaltet sie per Schultertasten durch. Dazu haben einige Figuren noch Extras. So kann Harry sich mit seinem Tarnmantel unsichtbar machen, Ron seine Ratte Krätze durch Engstellen oder Rohrsysteme hindurch schicken und Hermine mit ihrem enormen Wissen die Code-Puzzels benutzen. Hagrids Hund Fang kann im Boden nach Verborgenen buddeln, während wiederum Professor Sprout die Alraunen als Waffe nutzt, um mit deren Schrei Glasbarrieren zu zerbersten. Klötze können so schön seinDas Harry-Potter-Universum wurde liebevoll in LEGO-Bausteine umgewandelt. Sämtliche Handlungsorte und Figuren erkennt man auf der Stelle wieder. Selbst an die Hausgeister wurde gedacht, die zudem stets den Weg zum nächsten Handlungsort anzeigen. Da man vorlagenbedingt viele Missionen an den gleichen Orten in Hogwarts erledigt, kann man sich so nicht verlaufen und findet stets die nächste Mission.Auch wenn sich per Tastendruck jederzeit ein zweiter Spieler zum Koop-Modus (nur offline) zuschaltet, verliert man fast nie den Überblick. Hier nutzt man den dynamisch-geteilten Bildschirm aus Lego Indiana Jones 2 . Heißt: Sobald die Figuren sich zu weit auseinander bewegen setzt automatisch der Splitscreen ein. Als spielbares Hauptmenü und Schaltzentrale fungiert diesmal der Tropfende Kessel samt Winkelgasse. Von hier aus kann man die Missionen in Angriff nehmen. Außerdem findet man hier auch die Läden, in denen man seine Studs umsetzen kann. Die Steuerung ist wieder gelungen, auch wenn es hin und wieder besonders bei der Fahrzeugsteuerung etwas hakt. Die Kamera steht fast immer optimal. Nicht gelungen finden wir die Flugeinlagen mit den Besen. Fliegen lassen sich die Teile ja ganz passabel, aber die Orientierung in der Luft lässt zu wünschen übrig, weswegen man zig Anläufe braucht um auch noch den letzten wertvollen Stud vom Himmel zu holen. Vielleicht auch ein Grund, warum man den Spieler kein Quidditch spielen lässt. |
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