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Test: FIFA 11
Fußball wie er leibt und lebt und trifft
Während die Kontrahenten von Konami in diesem Jahr PES 2011 runderneuert ins Rennen schicken, sind es bei FIFA 11 eine Vielzahl von Kleinigkeiten, die den virtuellen Fußballprofi beim Leder halten sollen. Ein gutes Spiel zu verbessern, das sollte die Maxime sein. Und zumindest teilweise ist das den Entwicklern auch gelungen.Das sieht doch genauso aus!Mal abgesehen von der Verpackung, die in diesem Jahr von Meszut Özil im Nationalmannschaftstrikot geziert wird, dem auch noch René Adler in Dress von Bayer Leverkusen zur Seite steht, mal abgesehen von der Zahl „11“ auf dem Cover, sieht alles fast genauso aus wie im vergangenen Jahr. Gut, das Menü hat ein anderes Hintergrundmotiv, aber es gibt immer noch die Arena, in der wir mit einem Kicker unserer Wahl – vorzugsweise einem selbst erstellten – Torschussübungen und Tricks ausführen.Bei den Spielmodi gibt es ebenfalls keine Überraschungen, zumindest nicht auf den ersten Blick. Der „Be-A-Pro“-Modus ist jetzt in drei Teile gespaltet: Spieler, Spielertrainer und Manager. Als Spieler dürfen wir nur kicken und haben keinen Einfluss auf taktische Ausrichtung des Teams, während wir uns in der Hierarchie des Vereins langsam nach oben arbeiten. Als Spielertrainer haben wir erweiterte Möglichkeiten. Nicht nur, dass wir taktisch das Team einstellen dürfen, wir können auch wählen, ob wir nur uns selbst auf dem Rasen steuern wollen oder das gesamte Team. Als Manager sind wir für alles verantwortlich, was sich im und um das Team bewegt, ohne dabei auf die Belange eines einzelnen Spielers einzugehen. Kickt der von uns erstellte „Virtual Pro“ in der Mannschaft mit, dann werden seine Erfahrungswerte allerdings auch hier aufgewertet. So groß sind die Unterschiede zwischen den drei „Be-A-Pro“-Modi also nicht, zumal gerade für einen Manager herzlich wenig geboten wird. Oder um es kurz zu sagen: Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Modus deutlich abgespeckt worden, es gibt weder Sponsoren-Verhandlungen noch die Möglichkeit, in das Personal zu investieren oder das Stadion auszubauen. Zwar wirken die Vertragsverhandlungen jetzt etwas realistischer, aber der Manager-Modus ist bei FIFA 11 eine Enttäuschung. Gerade für Solo-Spieler wird an dieser Stelle nun nur noch verminderte Spieltiefe und geringer Umfang geboten. Dazu kommt die ärgerliche Kleinigkeit, dass der Spielplan rein fiktiv ist. Nicht, was die Paarungen anbelangt, die werden immer wieder zu Beginn neu ausgelost. Nein, der Rahmenspielplan ist grundsätzlich falsch, es gibt z.B. keine Winterpause und in Deutschland wird nun einmal nicht am 25. Dezember Fußball gespielt. Niemals. Nicht einmal in Ausnahmefällen. Und schon gar nicht dann, wenn EA es gern möchte. Mit Torwart und das auch noch onlineDie Neuerung, nun nicht mehr nur als Feldspieler, sondern auch als Torwart den Platz zu betreten und von einer absoluten Schlüsselposition das Spiel entscheidend zu beeinflussen, ist eine feine Sache. So richtig rund wirkt der Modus zwar noch nicht, aber als Keeper kurz vor Schluss noch zum Helden zu werden, weil die entscheidende Parade dem Team den Sieg sichert, ist eine willkommene Abwechslung.Wer sich für das Online-Spiel entscheidet, bekommt mit dem 11v11-Modus, in dem jetzt ebenfalls zum ersten Mal auch der Torwart selbst gesteuert werden kann, eine wahrhaftig umfassende Variante des virtuellen Fußballs geboten. In dieser Form zu kicken ist noch einmal eine Erweiterung des Vorjahres, bei der man jetzt endlich auf einen Menschen schimpfen kann, statt auf einen von der KI gesteuerten Keeper. Wie auch im vergangenen Jahr läuft das Online-Spiel flüssig ab. Ob nun mit 22 Spielern oder auch nur zu zweit. Wenngleich es mitunter zu Verbindungsabbrüchen kam, was am gesteigerten Interesse vieler Zocker liegen mag, aber dennoch nicht vorkommen sollte. Immerhin darf man sich online auch bei einem WM-Turnier messen – das hätte offline doch auch funktionieren müssen. Dass es im Offline-Modus auch noch Freundschaftsspiele, einzelne Ligen und Pokalwettbewerbe gibt, die ebenso wie alle europäische Top-Ligen mit sämtlichen Lizenzen vertreten sind, ist bei FIFA schon eine Selbstverständlichkeit. Ärgerlich ist es allerdings, dass der Editor für eigene Wettbewerbe extrem umständlich ist: Es ist möglich, die WM 2010 nachzuspielen oder auch schon vier Jahre im Voraus zu planen – aber sich das Turnier mit allen Mannschaften zusammenzustellen, dauert lästig lange. |
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