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Test: EA SPORTS MMA
Wird EA der neue Platzhirsch im MMA-Bereich?
| Mixed Martial Arts, eine Sportart, an der sich die Geister scheiden, insbesondere in Deutschland. Wirft man einen Blick über den „großen Teich“, stellt man fest, dass in den USA der MMA-Sport zu einer festen Größe geworden ist und sich unglaublicher Beliebtheit erfreut. Kein Wunder also, dass mit EA Sports bereits der zweite Publisher, neben THQ mit einer Spielumsetzung des Treibens auf den Markt drängt. Schlicht EA Sports MMA nennt sich die Kampfsimulation, die dem Platzhirsch UFC 2010 Undisputed den Rang ablaufen möchte. Inwieweit das gelingt, klärt unser Test.Backen wir uns einen KämpferWie die Konkurrenz bietet auch EA Sports MMA als Kernstück einen Karrieremodus an. Also erstellen wir uns einen eigenen Kämpfer, mit dem wir uns an die Weltspitze prügeln können. Erste Ernüchterung bringt der Editor, der recht simpel daher kommt. Neben Größe und Gewicht wählen wir einen der vorgegebenen Köpfe, klatschen ein paar Haare und Tattoos auf die Muskeln, geben dem Baby einen Namen und fertig.Genaues Verschieben von einzelnen Gesichtspartien, wie Wangenknochen, Nase oder Ohren ist nicht möglich, was die Vielfalt doch deutlich leiden lässt. Gut hingegen ist die große Auswahl an Vor- und Nachnamen, die allesamt gesprochen wurden, sodass unser Kämpfer vom Ringsprecher auch immer komplett vorgestellt werden kann, ohne dass nur ein Spitzname genannt wird, wie das aus anderen Kampfsimulationen bekannt ist. Der Alltag beginntWer einmal groß und stark werden will, der muss seinen Spinat essen oder, noch besser, täglich trainieren. Deswegen beschäftigen wir uns in der Karriere erst einmal damit. Bevor wir uns in echte Kämpfe stürzen, gibt es vor jedem Kampf eine achtwöchige Trainigsphase, d.h. acht verschiedene Trainingseinheiten sind zu durchlaufen. Wir schlagen uns also mit den Sparring-Partnern und arbeiten vorgegebene Moves in einer begrenzten Zeit ab. Je mehr dieser Moves wir in der Zeit schaffen, umso besser wird unser Kämpfer. Zusätzlich gibt es nach den ersten Kämpfen die Möglichkeit, in speziellen Camps Spezialbewegungen zu erlernen. Dazu gehören Spin-Kicks, spezielle Aufgabegriffe und Ausweichmanöver. Insgesamt können wir bis zu 16 dieser Fähigkeiten erlernen. Ärgerlich ist, dass wir in der Karriere nie unseren Gegner selbst wählen dürfen, sondern uns immer an den nächsten, vorgegebenen Gegner halten müssen. So haben wir in der Karriere nur die Wahl zwischen den einzelnen Verbänden, was aber außer leichten Regeländerungen quasi keinen Einfluss hat.Was zählt, ist der KampfWerfen wir einen Blick auf die eigentlichen Kämpfe, denn nachdem wir uns für einen der Fight-Verbände entschieden haben, geht es je nachdem entweder in den Ring oder in das Octagon. Ungewöhnlich für EA Sports-Titel ist die maue Präsentation der Kämpfer, denn die Einmärsche sind sowas von langweilig, dass man bereits nach dem ersten Mal beginnt, sie wegzudrücken. Auch der Ringsprecher stellt die beiden Kontrahenten etwas lustlos vor, während das Publikum davon genauso wenig begeistert erscheint wie wir. Die Zuschauer selbst sind aber sowieso eher von der ruhigeren Art, ein Kampf muss schon wirklich kurz vor dem K.O. stehen, bevor von dort mal hörbare Begeisterung zu vernehmen ist.Die Steuerung funktioniert über das aus der Fight Night -Reihe bekannte Total Punch-System und geht gut von der Hand. Mit dem rechten Stick werden Jabs und Haken geschlagen und können mir der linken Schultertasten in der Höhe variiert werden. Das Gleiche gilt für Tritte. Da man aber im MMA mitnichten immer nur im Stand kämpft, kommt es früher oder später auch zum Bodenkampf und hier hat EA Sports MMA einen echten Haken. Die einzelnen Positionswechsel werden mit dem simplen Drücken des A-Buttons ausgeführt und können mit simplem Drücken des B-Buttons geblockt werden. So verkommt der Bodenkampf zu einem reinen Reaktionsspiel, zumal man nicht die Möglichkeit hat Einfluss darauf zu nehmen, in welche Position gewechselt wird. Es läuft immer in der Reihenfolge Full-Guard, Half-Guard, Side-Control, Full Mount ab. Andere Positionen kennt das Spiel schlicht gar nicht. Noch krasser ist die Tatsache, dass sobald ein einziger Positionswechsel geblockt wurde, dies zum Konter führt und der Gegner auf einmal oben liegt und „am Drücker“ ist. In der Praxis macht das einen echt unrealistischen Eindruck und hat keinerlei taktische Tiefe. |
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