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Test: WWE Smackdown vs. Raw 2011

Zurück in den Ring mit dem Genrekönig
 WWE Smackdown vs. Raw 2011
Wirklich gefährdet war die SmackDown-Reihe im Wrestling-Genre noch nie und befindet sich somit quasi seit etwa 10 Jahren auf dem Genrethrom. Zuletzt veränderte sich aber zu wenig und auch über die angestaubte Grafik gab es diverse negative Worte für das Team von Yukes. Schauen wir uns also an, was in WWE SmackDown vs. Raw 2011 verändert wurde.

Get in the ring

Die wohl größte Neuerung in der diesjährigen Version ist der Einsatz des neuen Havok-Physiksystems. Dieses wird zwar nur auf Objekte wie Tische und Leitern angewendet, bringt aber dennoch ein deutliches Atmosphäreplus mit sich. Abseits dessen hat man sich wieder etwas mehr auf die Ursprünge der Reihe besonnen. So kann man nun im Rahmen der Karriere auch wieder selbst im Backstage herumlaufen und Gespräche mit den Kollegen führen, die dann auch ihren Einfluss auf das Geschehen haben. Apropos Einfluss: Im Rahmen des neuen WWE-Universe-Modus wirkt sich nun tatsächlich alles auf den Verlauf und die Rivalitäten aus. Wer mit wem kämpft, wie es endet und wer was über wen sagt. Alles ist von Bedeutung und so kommt es vor, dass man urplötzlich aus dem Hinterhalt von einem anderen Wrestler attackiert wird, ohne dass man damit gerechnet hat. Es bilden sich Feind- und Freundschaften und so ergeben sich immer wieder neue und spannende Duelle.
Auch wieder mit dabei ist der Story-Modus „Road to RoyalRumble“. Dort gibt es fünf verschiedene Storylines, die allesamt nicht spektakulär aber dennoch unterhaltsam daher kommen. Vom Umfang können alleine diese fünf Geschichten gute zehn Stunden an die Konsole fesseln.

Hübsche Wrestler?

Optisch tut sich der Titel leider immer noch sehr schwer. Zwar sind die Modelle der Wrestler selbst etwas authentischer geraten, aber die Umgebungsgrafik ist im Jahr 2010 doch schon arg dürftig. Da hat sich seit PS2-Zeiten nicht wirklich viel verändert. Auch die guten alten Clippingfehler, die in der Reihe zum Standard gehören, sind wieder mit an Board. So bleibt man desöfteren mal mit dem Bein in einem Tisch stecken oder zieht eine "festgeklebte" Leiter hinter sich her. Auch die Kollisionsabfrage ist immer noch sehr ungenau, so dass es oft Treffer ohne jeden Kontakt gibt, die so deutlich erkennbar sind, dass das selbst für den Wrestling-Sport noch zu gestellt aussieht. Ebenso unschön bleiben die Animationen, da viele weiterin nicht unterbrochen werden können. Versucht ein Wrestler den anderen im RoyalRumble über das Seil zu befördern, ist es von außen unmöglich einzugreifen, da die Animation schlicht nicht unterbrochen werden kann. Ein Umstand, der in manch einer Kampfsituation ärgerlich und undynamisch erscheint.
Die Steuerung wurde auch dieses Jahr wieder etwas verändert, so dass es nun etwas weniger kombinationsreich sondern mehr positionsabhängig ist, welche Moves verfügbar sind und ausgeführt werden können. Aber nach eine kurzen Eingewöhnungsphase für Veteranen kein größeres Problem. Einsteiger müssen immer noch einige Stunden üben, bis erste Erfolge erzielt werden, da die KI fordert und die Steuerung eben doch sehr komplex zu erlernen ist.

Dicker Umfang

Nett ist auch dieses Jahr wieder der sehenswerte Umfang des Spiels. Allein die großen Modi, wie Universe, Road to WrestleMania und Create a Wrestler (Karriere) beschäftigen über Wochen und danach gibt es noch so vieles an unterschiedlichen Matcharten zu entdecken. Wenn man dort dann alles gesehen hat, bleibt einem noch immer ein spaßiger Onlinemodus, in dessen Rahmen sich bis zu 12 Wrestler eins auf die Mütze geben dürfen, erstmals auch im RoyalRumble. Probleme mit Lags oder ähnlichem konnten wir in unserem Test nicht feststellen. Offline an einer Konsole dürfen natürlich auch wieder bis zu 4 Freunde gleichzeitig an die Controller
Mit über 70 Original-Kämpfern bietet die 2011er-Version das größte Aufgebot in der Geschichte der Reihe. Es ist eigentlich jeder dabei, der irgendwie einen Namen in der WWE hat oder hatte. Das interessante Feature selbst erstellte Kämpfer online zum Download anzubieten, ist auch dieses Jahr wieder mit dabei und nun können heruntergeladene Wrestler auch selbst verändert und angepasst werden, was das Feature deutlich aufwertet. Mit dem Szenario-Editor könnt ihr wieder eigene Storys erstellen und hochladen.
Screen 1
Mit Physik durch die Möbel
Screen 2
Hell in the cell
Screen 3
Jackass mal anders
Screen 4
Cpt. America mit Problemen

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