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Test: BlazBlue: Continuum Shift
Der Vorgänger brillierte mit einem hervorragendem Kampfsystem. Ist der Nachfolger mehr als nur ein Update?
Die immer mit ihren komischen Namen! Hatte der Vorgänger noch den Zungenbrecher-Namen Calamity Trigger , bekommen es Serienfans diesmal mit Continuum Shift zu tun. Die Qualität des letzten Teils war noch überraschend gut, konnte aber aufgrund der Komplexität und der sehr japanischen Aufmachung nur echten Beat’em Up Fans das Herz erwärmen. Der Nachfolger setzt an diesen Punkten eher nicht an, wohl aber an anderen. Kann er die Serie dennoch massenmarkt-tauglich machen?Vorbildlicher InhaltPrügler brauchen eigentlich keine Geschichte, doch BlazBlue liefert zu jedem seiner Spielcharaktere dennoch eine im Genre ungewöhnlich umfangreiche. Im Storymodus können wir mit jedem der teils skurrilen Kämpfer seine eigene erleben. Wirklich spannend sind diese zwar nicht, aber dafür nett und mit zahlreichen Dialogen inszeniert. Außerdem ist es so gut möglich, die Geschichte von jedem der 14 Charaktere kennen zu lernen. Moment, nur 14? Konsorten wie Tekken oder Street Fighter bieten doch teils mehr als doppelt so viele an. Richtig, dafür spielt sich auch wie schon im Vorgänger wirklich jeder Recke äußerst individuell. Zwei davon sind aber doch neu: Der Anzug tragende Bösewicht Hazama schwingt sich per Greifarm durch das Areal und kann dabei unberechenbare Angriffe vollführen und das mit Schwert und Schild bestückte Mädchen Tsubaki Yayoi kämpft eher mit klassischen Mitteln. Für Solospieler steht der Storymodus im Mittelpunkt, daneben gibt es aber noch so ziemlich alle Alternativmodi, die das Genre so hergibt. Abgesehen von ausgiebigen Tutorial- und Trainingsmöglichkeiten können wir uns auch im klassischem Arcade- Herausforderungs- und Legionsmodus austoben. Letzterer gestaltet sich dabei so ähnlich wie in der Soul Calibur Reihe, in dem wir mit einem Kämpfer von Ort zu Ort ziehen und dabei immer stärkere Ausrüstung und Gegner finden. Kern des Spiels ist aber natürlich der Kampf gegen menschliche Gegenspieler. Egal ob online oder lokal, auch diesmal werden genug Möglichkeiten geboten, sich in spannenden Duellen zu vermöbeln. Motivierend ist dabei auch die stetige Lernkurve. Sehen wir uns anfangs hoffnungslos überfordert und geschlagen, gewöhnen wir uns nach und nach an den eigenwilligen Kampfstil und werden von Mal zu Mal ein wenig besser. The Wheel of Fate is turningAm Kampfsystem selbst wurde kaum etwas zum Vorgänger geändert, noch immer schlagen wir „nur“ mit vier Tasten zu. Die daraus entstehenden Kombinationsmöglichkeiten machen jedoch die Komplexität aus. Die neuen Kämpfer fügen sich sehr gelungen in das Gesamtbild ein und die alten wurden teilweise überarbeitet, um ein besseres Balancing zu gewährleisten, was auch gelang. BlazBlue spielt sich mit dem Update noch flüssiger und balancierter als vorher.Neu sind auch die Menüführung, sowie ein paar Sounds und Arenen. Aber reicht das alles um einen erneuten Kaufpreis von 40 € zu rechtfertigen? Noch dazu bietet der Publisher ein recht unverschämtes Downloadprogramm an, in dem man gegen weitere Bezahlung zusätzliche neue Kämpfer herunterladen kann. Zusammen mit dem „Bonus-Inhalt“ kommt man so sogar über den Kaufpreis eines regulären Spiels. Sollte aber nicht bereits beim Spiel der volle Inhalt verfügbar sein? Klar, Super Street Fighter 4 war auch nicht viel mehr als ein Update, das aber zu einem moderaten Preis ohne versteckte Kosten. Es muss daher jeder für sich entscheiden, ob er eine derartige Preis-Politik unterstützen möchte, wir geben dafür Wertungsabzug. Schade ist es dabei aber gerade ums Spiel, denn das ist wirklich erstklassig und könnte mit etwas mehr Zugänglichkeit auch fremdes Publikum anlocken. Schönere Sprites gibt’s nirgendwoGrafisch gibt es nichts zu meckern. Die bereits sehr hübschen Sprites aus dem Vorgänger scheinen nochmal aufpoliert worden zu sein, so dass die HD-Optik noch einen Tick gestochener wirkt. Die Spieleranimationen und Effekte sind erstklassig, was sehr viel Arbeit verbirgt, da hier bis auf die Hintergründe alles gesondert animiert wurde. Der Sound komplettiert den tollen Eindruck. Die zumeist knackigen J-Rock-Riffs passen perfekt zum Kampfgeschehen. Wie im Vorgänger wurde auch diesmal alles bis auf die Sprachsamples eingedeutscht. |
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