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Test: Apache: Air Assault

Eine gute Mischung aus Action und Simulation
 Apache: Air Assault
In modernen Privathaushalten gibt es viele Dinge, Hubschrauber sind aber selten vorhanden. Das mag zum einen am nicht gerade günstigen Anschaffungspreis liegen, zum anderen aber auch daran, dass es wirklich nicht einfach ist, so ein Ding durch die Luft zu manövrieren. Allein die Kosten für einen Führerschein sind schon jenseits von Gut und Böse, auch Park-, nein, Landeplätze sind spärlich gesät. Der kluge Mann kümmert sich um Ersatz und momentan gibt es Apache: Air Assault (AAA), das mit einer Mischung aus Arcade und Simulation zwar nicht den Kauf eines Hubschraubers ersetzt, aber immerhin ein Aufwärmprogramm bietet.

Wenn du dich in die Luft begibst ...

... dann vergiss den Controller nicht. Was bei der Konsole das obligatorische Eingabe-Utensil ist, sollte auf dem PC dringend verwendet werden. Zwar lässt sich der Flattermann auch mit der Tastatur fliegen, was im Trainingsmodus aufgrund des Arcade-lastigen Gameplays noch passabel funktioniert, auf den weiteren zwei Schwierigkeitsgraden wird der Flug so aber schnell zum Fluch, weil es an Feinjustierung fehlt. Zwei analoge Sticks wie beim Xbox-Controller wirken Wunder und für geübte Piloten ist die Steuerung dann auch kaum Neuland. Mit dem linken Stick die Neigung des Vehikels justieren, mit dem rechten den Schub einstellen und den Heckrotor bedienen. Kinderleicht. Na ja, bei den Trockenübungen ist wirklich noch alles überschaubar, doch im späteren Verlauf der Kampagne steigt der Schwierigkeitsgrad stark an, da sind alle Finessen der Steuerung gefragt. Wer da noch auf die Tasten drückt und zurecht kommt, hat meinen uneingeschränkten Respekt.
Trotz des fast authentischen Flugverhaltens ist AAA keine waschechte Simulation, dafür fehlt es dann doch noch an zahlreichen Möglichkeiten, die zum Beispiel DSC: Black Shark für die Hardcore-Fraktion der Simulationsliebhaber bietet.

Was es gibt, gab es alles schon

Spielerisch hat der Titel nichts Neues zu bieten, im Gegenteil: Die Kampagne ist dröge inszeniert, läuft nur auf das Absolvieren einzelner Missionen hinaus. Das Missionsdesign ist ebenfalls nicht spektakulär, wenngleich findige Piloten auch gern mal neue Wege erkunden werden, um die Ziele zu erreichen. Das liegt unter anderem an einem passablen Maß an Handlungsfreiheit, durch das wir den Kampf in der Luft und am Boden auf diverse Arten entgegentreten können. Leichte Bodenziele lassen sich beispielsweise am einfachsten mit der Bordkanone ausschalten, aber wir können auch mit Raketen auf Spatzen schießen, was sicherlich auf den ersten Blick eine Arbeitserleichterung ist, auf den zweiten aber bedeutet, dass wir kostbare Waffen vergeuden, die wir gegen gepanzerte Fahrzeuge und Gebäude dringender gebrauchen können.
Auf freundliche Unterstützung von Flügelmännern können wir in der Solo-Kampagne nicht bauen, die KI bietet nur wenig bis gar keine Hilfe – der KI gesteuerte Bordschütze ist ganz in Ordnung, verliert er im Eifer des Gefechts doch gern mal die Übersicht. Dafür sind die Gegner auf dem Realismus-Schwierigkeitsgrad schon eine harte Nuss. Wer dennoch nicht allein im Hubschrauber sitzen will, holt sich einen zweiten Spieler an den Rechner oder die Konsole: Im geteilten Bildschirm werden dann die zwei Perspektiven von Pilot und Schütze angezeigt und hier kommt dann auch schon wirklich Spielfreude auf. Schon allein deswegen, weil ich dann auch mal real Gewalt anwenden kann, weil mein Kumpel einfach noch schlechter als der KI-Bordschütze ist. Üben, Torsten, üben! Zu zweit ist die Kampagne dann auch weitaus einfacher zu absolvieren, selbst auf dem realistischen Schwierigkeitsgrad.

Gemeinsam sind wir stark

Wer mit menschlichen Gegnern in den Luftkampf will, der benutzt den Online-Modus, der auf der Xbox problemlos über Xbox-Live funktioniert. Dort finden sich auch einige Bestenlisten wie die Zahl der Abschüsse während des Spielens oder die als perfekt abgeschlossenen Missionen. Auf dem PC müssen wir uns bei yuplay registrieren – und das grundsätzlich. Zum Starten des Spiels ist eine Online-Verbindung notwendig, das lässt sich nicht umgehen. Die Wege des Kopierschutzes sind unergründlich und wer yuplay noch nicht auf seinem Rechner hat, der kommt in diesem Fall eben auch nicht drum herum. Ärgerlich und nicht zu ändern. Dafür macht es wirklich Spaß, mit anderen menschlichen Piloten in den Luft zu gehen – allerdings dürfen nur maximal drei weitere Piloten online am Start sein. Ein bisschen wenig, auch wenn das Leben eines Hubschrauberpiloten schnell beendet ist, weil die Dinger in der Luft manchmal wie auf einem Präsentierteller sind, wenn man seine Augen nicht überall hat.
Screen 1
Feuer frei - wir ballern aus allen Rohren...
Screen 2
...allerdings muss bei den Bodenansichten auf einige Details verzichtet werden.
Screen 3
In der Luft sieht das Spiel hingegen gut aus...
Screen 4
...und die Hubschrauber machen optisch einen wirklich guten Eindruck.

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Apache: Air Assault

Packshot
Flug-Simulation
von Activision
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCNovember 2010
PS3November 2010
360November 2010

» Alle Infos  » Preisentwicklung

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News zum Spiel

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Trailer-Bild
Launch Trailer (1:53)

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