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Test: Dungeon Siege 3

Mit den Vorgängern hat das Spiel recht wenig gemeinsam - unterhaltsam ist das Ausflug in düstere Gemäuer trotzdem.
 Dungeon Siege 3
Held müsste man sein. Sommertage wie zuletzt lassen den abkühlungstechnischen Nutzen eines schön modrig-düsteren Dungeons stark in den Vordergrund rücken. Monsterplage? Egal! Schlimmer als zugfahrende Deo-Verweigerer können die Tierchen auch nicht sein...

Die Kinder der 10. Legion

Es ist was faul im Lande Ehb. Wenige Nachkommen der einstmals so angesehenen und wichtigen Zehnten Legion stehen einer Übermacht aus bösartigen Kreaturen und den Schergen der machtgierigen Jayne Kassynder gegenüber. Angeleitet vom weisen Mentor und Ziehvater Odo beginnt für vier Nachwuchsrecken das Abenteuer ihres Lebens.
Statt wie üblich für einen starken Schwertkämpfer, das wäre in diesem Fall der ritterliche Lucas Montbarron, habe ich mich zur Abwechslung für die „Archon“ Anjali als Hauptfigur entschieden, die mit ihrer Verwandlungsmöglichkeit zu einer Art feurigem Engel einfach zu interessant ist, um unbeachtet zu bleiben. Außerdem wären da noch die mit Schießeisen hantierende „Zigeuner-Hexe“ Katarina und der magisch versierte Schlauschwätzer Reinhart. Letzterer sieht meiner Meinung nach zwar ein bisschen doof aus, kann im Gegensatz zu den üblichen Gelehrten aber erfreulich viel Schaden einstecken und hat davon abgesehen auch noch die lustigsten Kommentare drauf.
Die Hauptstory bleibt übrigens weitgehend gleich, und ganz verzichten muss man zum Glück auf keinen der anderen Charaktere, da sie im Laufe des Spiels zu möglichen Gefährten werden und auch im Multiplayermode zum Einsatz kommen. Ein KI-Begleiter ist nach der Anfangsphase stets präsent, der Wechsel erfolgt bei Bedarf ruckzuck übers Menü. Befehle geben oder gar direkt die Steuerung übernehmen darf man leider nicht, es lassen sich aber immerhin Ausrüstung und Fähigkeiten managen. Ungenutzte Helden leveln gleichmäßig mit, sind also stets auf einsatzfähigem Leistungsniveau.

Kämpfen bis zum Umfallen

Mit wahlweise nah oder weiter entfernt positionierter, drehbarer Kamera marschiert man durch abwechslungsreiche Landschaften und malträtiert Widersacher durch stetiges Betätigen der Angriffsbuttons. Jeder der Charaktere verfügt zu diesem Zweck über zwei wechselbare Kampfstile. Bei Anjali ist der Unterschied durch ihre Feuerform am auffälligsten, Lucas geht stattdessen z.B. von der ein- zur zweihändigen Haltung über.
Neben den normalen Waffenattacken oder Tritten kann man unter anderem einen winselnden Wauzi beschwören, Waffen in Brand setzen, Feinde mit dem Schild rammen, Stromschläge austeilen und verlangsamende Uhrwerk-Fallen einsetzen. Defensive Kniffe kommen durchs Blocken, Ausweichrollen sowie diverse Verteidigungs- und Heilfertigkeiten ins Spiel. Durch rege Benutzung kann man verstärkte Formen aller Fähigkeiten freischalten, wodurch sich dann etwa hilfreiche Effekte auf die ganze Gruppe auswirken.
Letztendlich ist hier wirklich jeder Knopf, teils mehrfach, belegt, mit etwas Übung geht aber alles gut von der Hand. Die Kombination der Skills garantiert actionreiche, flüssige und unterhaltsame Gefechte, die Auswahl hätte aber ruhig größer sein dürfen. Die neun Fähigkeiten pro Figur (je drei pro Stil sowie für die Verteidigung) sind schnell erlernt, können danach aber zumindest noch individuell verbessert werden. Jede Fertigkeit ist nämlich in zwei Bereichen zu steigern, bei Anjalis brennendem Kreis auf dem Boden bedeutet das z.B. entweder erhöhten Schaden oder erfolgreichere Gesundheitsregeneration. Letztere nimmt in diesem Spiel sowieso einen recht hohen Stellenwert ein, da es keine Heiltränke gibt und die aus zertrümmerten Objekten oder Gegnern auftauchenden Gesundheitseinheiten nicht ausreichen.
Da helfen nicht zuletzt auch passive Talente, von denen jeder Held im Laufe des Spiels zehn steigerbare Variationen freischaltet. Außer Lebenskraft kann so unter anderem die Gewinnung von Energie für Spezialaktionen beschleunigt werden, Katarinas Pistolen treffen mit größerer Wahrscheinlichkeit mehrere Ziele oder die Gold-Ausbeute wächst.
Screen 1
Odo hat was von einem Weihnachtsmann
Screen 2
Äh..., nice to meet you
Screen 3
Anjalis Feuerform in Aktion
Screen 4
Ich würde erstmal die Fässer kaputt machen...
Screen 5
Rechts im Bild: Einer der vielen Speicherpunkte
Screen 6
Nur Bosse und andere wichtige Gegner haben eine genaue Lebensenergie-Anzeige

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Dungeon Siege 3

Packshot
Action-Rollenspiel
von Square Enix
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCJuni 2011
PS3Juni 2011
360Juni 2011

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