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Test: Sonic Generations
Doppelter Sonic - doppelter Spielspaß?
Während sich normale Igel im Herbst bestenfalls nur noch den kuscheligsten Laubhaufen suchen, läuft Sonic buchstäblich zu Hochtouren auf, und das gleich in doppelter Ausführung. Nach diversen Enttäuschungen bei den 3D-Serienablegern der vergangenen Jahre war ein wenig gesunde Skepsis angebracht. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste – und über positive Überraschungen kann man sich dann gleich noch mehr freuen. Warum diesmal nämlich fast alles gut gegangen ist, erfahrt ihr gleich.Ein Igel kommt selten alleinMitten in Sonics Geburtstagsfeier platzt ein unbekanntes Monster samt mysteriösen Zeitlöchern, die alles gehörig durcheinanderbringen. Der blaue Flitzer und seine Gäste landen in einer farblosen Version der Vergangenheit, wo die Freunde außerdem zu bewegungslosen Statuen werden. Einziger Lichtblick: Sonic trifft auf sein früheres Ich. Als dynamisches Duo machen sich die beiden Igel an die Befreiung der Kumpels und die Rettung ihrer Welt.Der frühe Sonic ist wortkarg, klein und rundlich, wie er in den Mega Drive-Episoden bzw. auf deren Covermotiven zu sehen war, der moderne zeigt sich erwachsener, schlaksig – aber nicht weniger schnell. Der Storymode besteht hauptsächlich aus neun Schauplätzen in drei Welten, die jeweils in Gestalt beider Sonics, in beliebiger Reihenfolge, absolviert werden müssen. Per Knopfdruck wechselt man dazu vor dem Levelstart in der hübsch designten begehbaren Oberwelt die gesteuerte Figur. Dinge wie das grundsätzliche Thema, die dort hausenden Gegnertypen oder lauernden Arten von Fallen bleiben dabei gleich, das Gameplay und der Verlauf der Levels unterscheiden sich aber je nach Held recht deutlich. Classic Sonic bewegt sich in typischer Sidescroller-Manier durch Areale, die vom Spielgefühl her stark an die ersten seiner Abenteuer erinnern. Mehr als rennen, springen und sich zwecks Beschleunigung zusammenrollen muss meist er nicht tun – was sich aber natürlich viel leichter anhört als es ist. Zahlreiche Roboterinsekten, aus dem Boden schießende Stacheln, zerbröselnde Plattformen, Wasserbecken samt Luftmangel und vor allem auch allerlei alternative Routen machen die schnelle Hüpferei um einiges komplizierter. Modern Sonic hat ebenfalls mit all diesen Dingen zu kämpfen, ihm wurde jedoch ein erweitertes Bewegungsrepertoire spendiert, das auch im Spielverlauf noch ein bisschen wächst. So kann er z.B. einen Turbo zünden, Wandsprünge ausführen oder durch Stampfattacken Bretterböden zerbrechen, um in darunterliegende Bereiche zu gelangen. Auch gelegentliche Skateboard- oder Motorrad-Fahrten fördern die allgegenwärtige Rasanz. Die Ansicht wechselt währenddessen zwischen der klassischen Seiten- und der moderneren Verfolgerperspektive. Neue Skills für ambitionierte RennigelWas schnell auffällt, ist die im Vergleich zu vielen vorherigen 3D-Ablegern verbesserte Kontrolle. Bisher kam die Steuerung bei so viel Geschwindigkeit oft nicht mit bzw. wirkte ungenau, und unfaire Abstürze waren so vorprogrammiert. Jetzt rasselt man zwar auch noch in so manchen Abgrund, das hat sich aber jeder Spieler selbst zuzuschreiben, denn die steuerungstechnischen Grundlagen geben keinen Anlass zu Beanstandungen.Goldene Ringe sind wie gehabt Sonics Lebensversicherung. Bei feindlichen Treffern fliegen die Dinger wild durch die Gegend, hat man bei Verletzungen keinen Ring parat, ist ein Versuch futsch und es geht beim letzten Rücksetzpunkt weiter. Falls kein Leben mehr übrig ist (standardmäßig hat man fünf bzw. sechs, weil sich hinter der angezeigten Null ja auch noch eine letzte Chance verbirgt), heißt es zurück an den Anfang des Abschnittes. Neue Leben gewinnt man durch 100 Ringe oder entsprechende Sammelobjekte. |
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