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Test: Catherine
Alles nur ein Traum? Schön wär´s. Der Held von Catherine gerät jede Nacht in Lebensgefahr.
StammtischNach Erreichen des obersten Steins werden je nach Leistung Bronze-, Silber- und Gold-Trophäen vergeben, auf Wunsch kann man die Levels später zum Erreichen besserer Ergebnisse wiederholen. Die Punktzahl erhöht sich durch flüssiges Erklimmen der Konstrukte und je nachdem, wie viel vom Turm am Ende der hektischen Hatz noch nicht in die Tiefe gestürzt ist. Außerdem liegen überall kleine Geldhaufen verstreut.Zwischen den einzelnen Levels jeder Nacht stößt Vincent auf sichere Plattformen, die einen Treffpunkt für die erschöpften Schafe bilden. Dort können mit den gesammelten Punkten Items gekauft werden, es besteht die Möglichkeit zum Speichern und die unfreiwilligen Bergsteiger tauschen Tipps aus. Übung macht den Meister, darüber hinaus werden diese neuen Kniffe gut verständlich in kleinen Videos präsentiert. Ist die letzte Herausforderung dieses Traums geschafft, springt das Spiel nach schicken Zwischensequenzen zum nächsten Abend in Vincents Lieblingsbar, dem „Stray Sheep“. Neben alkoholischen Getränken, deren Konsum die Geschwindigkeit des Helden in den darauffolgenden Klettertouren erhöht, wartet hier unter anderem der Arcade-Automat „Rapunzel“, eine aus zahlreichen Levels bestehende Variante des normalen Spielprinzips im pixeligen Retro-Look. Als Besonderheit hat man darin aber lediglich eine bestimmte Anzahl an Spielzügen pro Level zur Verfügung. In der Bar werden außerdem, wie es sich gehört, allerhand Gespräche geführt. Die Besucher der Kneipe kommen und gehen, unter Umständen kann man so durchaus manche Dialog-Partner verpassen. Wahrheit oder LügeIn den Gesprächen, wie auch bei SMS-Nachrichten der beiden Herzensdamen, die man während der Bar-Besuche beantwortet, kann Vincent je nach Wunsch des Spielers einen unterschiedlichen Ton anschlagen. Soll er Katherine vor den Kopf stoßen, oder sich für sein seltsames Verhalten der letzten Tage entschuldigen? Werden Catherines Annäherungsversuche abgewimmelt, oder macht er seiner neuen Bekannten Hoffnung auf ein weiteres Stelldichein? Muntert er die deprimierten Schafsköpfe auf, oder lassen ihn deren Nöte kalt? Als weitere Entscheidungsmöglichkeiten kommen zum Abschluss jeder Nacht moralische Fragen in einem mysteriösen Beichtstuhl hinzu. Hier geht es z.B. darum, ob man in den geschilderten Situationen lügen würde und welche Form der Untreue man für schlimmer hält – körperliche oder emotionale.Abhängig von den Antworten bewegt sich eine Anzeige in Richtung „gut“ oder „böse“, was den Verlauf von Schlüsselszenen und vor allem das Ende der Geschichte beeinflusst. Für eine ordentliche Portion Wiederspielwert ist also gesorgt. Als Ergänzung zum Storymodus kann man außerdem durch erspielte Gold-Pokale mehrere Zusatzbereiche ohne Hintergrundgeschichte freischalten, für die sogar Online-Ranglisten existieren. Diese zufallsgenerierten Extra-Kletterareale dürfen darüber hinaus im kooperativen Zwei-Spieler-Modus an einer Konsole absolviert werden. Überall zeigt sich Catherine sehr motivierend, auch wenn sich Elemente der Umgebungen bisweilen wiederholen. Man will einfach nicht lockerlassen, bis auch noch die fiesesten Hürden überwunden sind. So wie man nach exzessivem Tetris-Zocken schon mal im Traum die Klötzchen dirigiert, gehen einem hier die Schiebe-Techniken manchmal kaum aus dem Kopf. Ungeduldige Zeitgenossen können da vielleicht zur Gefahr für ihren Controller werden, das Spiel ist aber stets fair und mit etwas Herumprobieren lösbar. Nicht nur für Anime-FansAls Gegenstück zum unterhaltsamen Gameplay besitzt das Spiel vor allem auch eine interessante Präsentation. Während die Umgebungen in den eigentlichen Levels abseits der ekligen Bosskreaturen meist eher farbarm und schmucklos erscheinen, zeigt sich die Grafik in coolen, filmreif animierten Zeichentrick-Sequenzen von ihrer Schokoladenseite. Skurrile Ideen und spannende Wendungen fesseln den Betrachter an den Bildschirm, unterstützt wird der Anime-Augenschmaus durch professionelle englische Sprecher. Eine eingedeutschte Sprachausgabe gibt es leider nicht, die Texte wurden aber zumindest gelungen übersetzt. Auch der Soundtrack bietet eine abwechslungsreiche Mischung verschiedener Stile – klassische Musik ist da genauso zu finden wie HipHop-Klänge.Was ein wenig störend auffällt, sind die relativ langen Ladezeiten, welche selbst bei installiertem Spiel auftreten. |
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Catherine

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