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Test: Max Payne 3
Ist das noch Max Payne?
Der alte Mann ist zurück. Gut, er war nicht immer alt, aber die Zeit geht eben auch nicht an Max Payne vorbei. Dass ein Held älter wird, ist auch nicht neu, aber im Fall des Ex-Polizisten Payne haben viele auf seine Rückkehr gewartet. Zum dritten Mal darf der vom Leben gezeichnete und enttäuschte Kerl wieder auf die Jagd von Verbrechern gehen – ohne kriminalistischen Hintergrund, sondern aus rein beruflichen Gründen als Bodyguard. Doch das ist nur eine der vielen Änderungen, die dafür sorgen, dass Max mit seiner Vergangenheit bricht und wir Spieler mit einem Titel konfrontiert werden, der ebenso leer wie voll ist – je nachdem, ob man das Glas oder den Trinker betrachtet. Zugegeben, der Vergleich ist vielleicht ein wenig unfair, aber genaugenommen passt das ziemlich gut zum Spiel.Alkohol, Verzweiflung und GewaltJa, die Zeit ist an unserem guten Max nicht spurlos vorübergegangen, aber er hat sich kaum verändert: Ein guter Scotch ist ihm immer noch heilig und das Leben ist für ihn nur der Anlass, um misanthropische Sprüche fallen zu lassen und mit dem eigenen Schicksal zu hadern. Die Geschichte, die um unseren Anti-Helden erzählt wird, ist im dritten Teil allerdings etwas schwach ausgefallen: Die Entführung einer jungen, gut aussehenden Milliardärsgattin birgt nicht die Mystik und die Spannung, die Kenner der ersten beiden Teile von den Handlungssträngen gewohnt sind. Nachdem Max von einem Kumpel aus dem alkoholischen Ruhestand gezerrt wird, muss er sich in Südamerika mit üblen Typen auseinandersetzen und streift über Dächer und durch die Armenviertel, um endlich mal etwas richtig zu machen. Das ist nicht so einfach für einen Loser wie Max Payne, der immer noch erfrischend oder auch ernüchternd deprimiert herumstapft und stets eine Waffe im Anschlag hat. Oder ein Getränk. In verschachtelten Rückblenden wird die Geschichte erzählt, damit auch klar wird, warum der gute Herr Payne den weiten Weg nach Südamerika gemacht hat. Schlüssig ist das alles, aber packend? Nein, eine Sogwirkung vermag die simple Geschichte nicht zu vermitteln, auch wenn sie gut und fast filmreif inszeniert wird.So weit die Solo-Kampagne, die im Übrigen auf fünf Schwierigkeitsgraden bestritten werden kann – zu Beginn stehen jedoch nur drei zu Verfügung. Außerdem lässt sich die Zielhilfe komplett abschalten oder zweistufig anpassen, sodass aus einem Hardcore-Shooter fast ein Casual-Game wird. Einfach ist das Geballer aber keinesfalls, weil es immer wieder äußerst unfaire Stellen gibt, die dann nur mit Trial & Error gelöst werden können. Blöd, wirklich, da greift mitunter auch der Spieler mal zu einem Scotch, um sich den Ärger über den Helden runterzuspülen. Neben der Hauptgeschichte gibt es noch einen Arcade-Modus, bei dem es Punkte und Multiplikatoren gibt, sodass Highscore-Jäger in den einzelnen Missionen voll auf ihre Kosten kommen und sich in Bestenlisten miteinander vergleichen können. Ein Multiplayer im ZeitlupenmodusWenn es eine Sache gab und gibt, die mich an Max Payne immer faszinierte, dann war es die „Bullet Time“, die Zeitlupe, mit der ich das Geschehen zu meinen Gunsten wenden konnte. Oder es zumindest versuchte. Auch in Max Payne 3 gibt es diese Funktion, allerdings nicht nur für Solisten, sondern auch im Multiplayer-Modus. Und, holla, da wird das Spiel doch noch mal interessant, denn zum einen ist Multiplayer Neuland für Max, zum anderen ist Bullet Time auch noch nicht so zum Tragen gekommen, dass ich einen Mitspieler auf diese Weise in die Knie zwinge oder ins Herz treffe. Oder in den Kopf. Es ist ja alles möglich. Da gibt es neben den allseits bekannten Varianten Deathmatch und Team-Deathmatch noch „Gang Wars“, in denen zwei Fraktionen über fünf Runden gegeneinander kämpfen, wobei sich der Kampf aufgrund der Ereignisse der vorangegangenen Runde immer verändert. Und dann ist da noch die Variante „Payne Killer“, in der Max und sein Kumpel Raul Passos sich gegen die restlichen – bis zu 14 – Spieler durchschlagen müssen. Hier entfacht der Titel dann doch einmal Suchtpotential, denn das macht wirklich Spaß. |
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Max Payne 3

3D-Shooter
von Take 2, Rockstar Games
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
von Take 2, Rockstar Games
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
| PC | Juni 2012 | |
| PS3 | Mai 2012 | |
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