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Test: The Elder Scrolls: Skyrim - Dawnguard
Vor allem, wer als fieser Vampirlord die Sau rauslassen will, wird am Addon viel Freude haben.
Vampire sind für Elder Scrolls-Veteranen wahrlich nichts Neues, machen die blassen Gestalten doch schon traditionell die Spielwelt unsicher und drohen auch den Helden mit ihrer Blutdurst-Seuche zu infizieren. Im Dawnguard-Addon zu Skyrim sind sie nun allerdings besonders aktiv und man muss unter anderem erst mal herausfinden, was die kannibalisch veranlagten Bösewichte im Schilde führen.Helle oder dunkle SeiteSchon kurz nach dem Download erfahren Charaktere mit mindestens Level 10 von Stadtwachen ein wenig über die namensgebende Dämmerwacht, welche sich auf der Suche nach neuen Rekruten für ihren Kampf gegen die Blutsauger befinden soll. Niedrigerstufige Helden können den Sitz der Wacht ebenfalls erreichen, müssen den Weg dorthin aber auf eigene Faust finden. Vor allem die Karten-Markierungen zu Beginn des Zusatzabenteuers sind übrigens sowieso eher verwirrend. Um die Festung der Vampirjäger zu erreichen, ignoriert ihr diese am besten und marschiert einfach von Rifton aus ein Stück nach Osten - der Zugang erfolgt dort durch eine von Fackeln erleuchtete Höhlenöffnung.Relativ bald erhält man die Chance, sich für eine der beiden Seiten des Konflikts zu entscheiden. Wer alle Facetten der Erweiterung sehen möchte, sollte also ein entsprechendes Save Game aufbewahren. Längst nicht alle Quests unterscheiden sich erheblich voneinander und meist führt der Handlungsfaden durch die gleichen Orte, man erlebt aber auf jeden Fall zwei Seiten der Geschehnisse sowie Fraktions-spezifische Aufträge. Im Laufe der Handlung wird der Protagonist quer durch Himmelsrand geschickt und muss z.B. Verbündete zusammentrommeln, erkundet frische Dungeons oder darf sich über diverse wirklich spektakuläre Gefechte freuen. Während Dawnguard-Anhänger dabei von starken Armbrüsten und anderen exklusiven Waffen sowie beeindruckenden Kampf-Trollen profitieren, bieten die Gegenspieler eine Verwandlung zum Vampirlord an - zu der man sich aber auch noch später und trotz vorheriger Dämmerwacht-Zugehörigkeit entschließen darf. Was das Vampir-Dasein interessant macht, ist hier nicht etwa das Äußere (wir sind schließlich nicht bei Twilight, auch wenn manche der Blutsauger durchaus sympathischer erscheinen als ihre Verwandtschaft), sondern die übermenschliche Macht, die damit einhergeht. Neues für Wauzis und HottehüsNeben fiesen Krallenhieben beherrscht ein erfahrener Vampirlord Lebensenergie-stehlende Zauberei und eine spezielle Teleport-Art (nützlich, um Abgründe zu überwinden) oder kontrolliert später die Figur umflatternde Fledermäuse. Nicht zuletzt bringt die hübsch-hässliche Verwandlungsform eine neue schnelle, schwebende Fortbewegungsart für Weltreisende mit sich. Allerdings muss wie gehabt die schädigende, Ausdauer kostende Kraft des Sonnenlichts beachtet werden (wenn man nicht gerade mithilfe magischer Pfeile eines legendären Bogens die Umgebung in Dunkelheit hüllt) und der Scharfzahn-Lord passt wegen seiner imposanten Gestalt nicht durch manche Türen oder ist nicht dazu in der Lage, mit vielen Objekten zu interagieren. Übrigens funktioniert dieser Modus auch nicht für First-Person-Fans.Mit dem Addon bekommen auch die Werwölfe ein paar Verbesserungen verpasst. So gibt es als Gegenstück zum Vampir-Fähigkeiten-Baum einen, jedoch weit weniger interessanten, für die Pelzträger, die sich von allen möglichen Beutetieren (oder Menschen...) ernähren und Hilfe für Kämpfe herbeiheulen können. Als weitere Ergänzung ist nun bekanntlich auch der Kampf zu Pferd möglich, erweitert wurden außerdem das Herstellen verzauberter Gegenstände und das Drachenschrei-Repertoire. Wem der Sinn nach Änderung der Visage steht, wird darüber hinaus neuerdings ein Besuch beim Gesichts-Chirurgen angeboten. Gut geschriebene Dialoge, zum Beispiel mit Vampir-Tochter und Gefährtin Serena, begleiten die neuen Aufgaben. Frische Schauplätze zwischen wunderschönen Wasserfällen und stimmungsvollen dunklen Gewölben laden zu weiteren Entdeckungstouren ein, grafisch und akustisch bleibt dabei alles beim guten Alten. Vor dem wenige Tage nach Release erfolgten Hotfix gab es einige Probleme, etwa mit unsichtbaren Rüstungen oder Monstern, inzwischen hat sich das aber zum Glück erledigt. Im direkten Vergleich mit dem schier endlosen Hauptspiel mag die Erweiterung mit ihren ca. 10 bis 12 Stunden vielleicht ein wenig kurz wirken, dazu kommt aber wie bereits erwähnt noch ein potenzieller Durchgang auf der Gegenseite. Zumal die mit den Zusatzinhalten verbrachte Zeit auch einfach für gute Unterhaltung sorgt, schon allein durch Details wie die coolen Vampir-Fähigkeiten. Nur ab und zu erscheinen Aufgaben wie Füllmaterial oder es gibt eher ruhige Leerlauf-Phasen ohne ausreichend Action, die dann mehr mit Sightseeing verbracht werden. |
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The Elder Scrolls: Skyrim - Dawnguard

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