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Test: Risen 2
Mit etwas Verspätung stechen jetzt auch die Konsolenpiraten in See.
Ahoi, ihr Popelgnome! Schon die Augenklappen angelegt? Und vergesst euren Hut nicht, die Papageien fliegen heute tief. Fantasy-Freibeuter dürfen endlich auch auf Xbox 360 sowie PS3 mit dem namenlosen Helden und seiner illustren Crew in See stechen, um neue Gefilde zu erkunden. Von ihren Abenteuern soll der folgende Artikel berichten. Da sich die Versionen im Prinzip fast nur technisch unterscheiden, entspricht der Test weitgehend dem der PC-Version. Ein paar Worte zur Umsetzung findet ihr am Schluss.Inkognito-InquisitorEinige Jahre nach Risen 1 liegen weite Teile der Spielwelt durch Titanen vernichtet in Schutt und Asche, der Hauptdarsteller versucht währenddessen seine Erinnerungen in Alkohol zu ersäufen. Nun lauern auch noch vor den letzten Zufluchtsstätten fiese Seeungeheuer, gierige Tentakel haben schon so manches Schiff der Inquisition samt Hilfsgütern versenkt und die Besatzung in ein nasses Grab befördert. Das gefällt den aktuellen Vorgesetzten des Helden natürlich überhaupt nicht und sie entsenden ihn auf die Insel Takarigua, wo das Piratengesocks unter Käptn Stahlbart Gerüchten zufolge über wirksame Waffen gegen derartige Bedrohungen verfügt. Zum Schein unehrenhaft entlassen, um bei den zwielichtigen Gestalten kein Misstrauen aufkommen zu lassen, muss man nun erstmal Eindruck bei den Freibeutern schinden, bevor ein Platz in der Mannschaft zu kriegen ist und die eigentliche Suche nach den benötigten Artefakten beginnen kann. Die Spielumgebung besteht aus diversen Inseln oder Küstenregionen in unterschiedlicher Größe von überschaubar bis umfangreich, zwischen denen man sich später dank eigenem Schiff meist frei bewegen kann (von diesen Reisen sieht man allerdings immer nur Abfahrt und Ankunft, selber gesegelt wird also nicht). In den einzelnen Gebieten selbst erreicht man bereits besuchte zentrale Orte per praktischer Schnellreisefunktion. Von Rum und RuhmAn Aufgaben für den Hauptdarsteller, der zum Start der Eiland-Expedition buchstäblich sein letztes Hemd verloren hat (schließlich kann er dort kaum in seiner Inquisitions-Uniform antanzen), herrscht selbstverständlich kein Mangel. Schon in der Hafen-Garnison trifft man z.B. auf einen eingebuchteten Gauner, der natürlich Hilfe beim Ausbrechen benötigt. Davon abgesehen haben ihm seine Fänger aber auch noch diverse schicke Klamotten abgenommen und unter sich aufgeteilt. Eins der modischen Stücke kann der Held nun etwa im Duell zurückerobern, ein anderes lässt sich von gewitzten Zeitgenossen des Nachts aus der örtlichen Baracke entwenden – die Soldaten haben allerdings einen sehr leichten Schlaf.Andernorts soll man einen „Piratentriathlon“ aus Zweikampf, Schießen und geschicklichkeitsbasiertem Sauf-Minigame gewinnen oder die lebenswichtige Rum-Produktion wieder in Gang bringen, indem etwa überdimensionalen Termiten die gestohlenen Zuckervorräte entrissen werden. Das nötige Können für solche Eskapaden eignet sich der Hauptdarsteller zum einen durch die Erhöhung der passenden Attribute wie z.B. Gerissenheit und Härte (jeweils mit drei Untertalenten) beim Aufleveln oder durch entsprechende Ausrüstungsgegenstände an. Statt Erfahrungspunkten sammelt man „Ruhm“ - durch Siege, entdeckte Orte und das Absolvieren von Quests. Bei Niederlagen geht passend zur Bezeichnung auch eine kleine Menge davon flöten. Wohl dem, der das richtige Timing drauf hat, um durchschlagende Kombos abzuspulen oder Attacken zu blocken, was schon auf dem PC dank der durchdachten Xbox-Controller-Steuerung sehr gut von der Hand ging. Was ich vermisse, ist eine Ausweichrolle, die für mehr Dynamik gesorgt hätte und bei der PC-Version bereits per Patch nachgereicht wurde. Schmutzige Tricks und tierische BegleiterZum Steigern der Talente und Erlernen neuer Fähigkeiten bieten außerdem viele Trainer ihre Dienste an, sei es zur Verbesserung der diversen Kampffertigkeiten wie der Benutzung der neuen Schießeisen, als Schnellkurs im Schmieden, für Diebesaktionen wie unbemerktes Herumschleichen, gesteigerte Überredungskünste oder gar was die Ausbildung langfingriger Äffchen und in Gefechten einsetzbarer Papageien betrifft. Wer schmutzige Tricks beherrscht, kann seinen Gegnern heftige Tritte verpassen (die auch Riesenkrabben umwerfen, um den empfindlichen Bauch freizulegen) oder Sand in die Augen werfen.Mit Fantasy-üblicher Zauberei hat der Namenlose dagegen nix am Piratenhut, übersinnliche Fähigkeiten liefert dafür die Voodoo-Ausbildung, welche man bei den Dschungelbewohnern absolvieren kann. Mit ausgerupften Haaren und anderen Zutaten fabriziert man so z.B. entsprechende Püppchen zwecks Kontrolle unliebsamer Zeitgenossen, köchelt Tränke oder jagt den Feinden durch Flüche Angst ein. Manche der Fähigkeiten sind eher als nette Gags zu verstehen und weniger effektiv als etwa Schusswaffen bei entsprechend ausgebildeten Helden. Doch die Kniffe sorgen für Abwechslung im ansonsten auf Dauer etwas eintönigen Kampfgeschehen und bieten sich für experimentierfreudige Rollenspieler an, denen interessante Methoden wichtiger sind als ein leichteres Vorankommen durch rohe Gewalt. Allerlei EntscheidungenUnterschiedliche Lösungsansätze finden sich dann auch in vielen Quests. So soll man z.B. einen Aufseher ablenken, damit Wasserträger das Schiff eines Verbündeten beladen können. Der Störenfried lässt sich nun entweder unter Vorwand in eine angebliche Schatzhöhle locken und dort vermöbeln, oder man fertigt stattdessen eine Voodoo-Puppe an, um in seinen Körper zu schlüpfen und ihn so zu vorübergehender Untätigkeit zu verdammen. In der gleichen Siedlung kann die verzockte Pistole eines Schmieds auf dem Schießstand zurückgewonnen oder aber vom Affen gemopst werden. Und wenn beides nicht klappt, lässt sich der Herr immer noch mit der geldgierigen Schönheit von nebenan verkuppeln, damit er dem Helden hilft. Kurz gesagt: Die verschiedenen möglichen Vorgehensweisen machen Spaß. |
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Risen 2

Rollenspiel
von Piranha Bytes, Deep Silver
USK-Freigabe ab 16 Jahren
von Piranha Bytes, Deep Silver
USK-Freigabe ab 16 Jahren
| PC | April 2012 | |
| PS3 | August 2012 | |
| 360 | August 2012 |
| will ich haben | habe ich angespielt | besitze ich | bin Profi (durchgespielt) |
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